MIDI und Linux

MIDI-Sound und Linux

Als Computer-Nostalgiker erinnere ich mich gern an die 80er- und 90er-Jahre, an die Computerspiele, die damals unter MS-DOS liefen und meinen Sohn und meine Tochter begeisterten. Mit dem Programm DOSBox (erhältlich für alle Plattformen) kann man die alten Zeiten wiederaufleben lassen. In meinem Linux-System verwende ich den sehr empfehlenswerten »DOSBox Game Launcher« DBGL (https://dbgl.org), mit dem man die alten Spiele komfortabel einrichten und starten kann.

Bei manchen Spielen lassen sich zwei Sound-Ausgaben konfigurieren, eine für den allgemeinen Ton (»Sound FX«), die andere für Musik (»Music Card«). Für die Musik ist General Midi oft besser als SoundBlaster, aber bei mir hat der Midi-Sound zunächst nicht funktioniert. Bis ich den Software-Synthesizer »Fluidsynth« entdeckte. Unter Arch Linux erfolgt die Installation wie folgt:

»sudo pacman -S fluidsynth«
»sudo pacman -S soundfont-fluid« (für die Sound-Bibliothek).

Um Fluidsynth im ALSA Daemon-Modus zu verwenden, empfiehlt es sich, in der entsprechenden Konfigurationsdatei (»/etc/conf.d/fluidsynth«) die folgenden beiden Zeilen hinzuzufügen:

»SOUND_FONT=/usr/share/soundfonts/FluidR3_GM.sf2«
»OTHER_OPTS=’-a alsa -m alsa_seq -r 48000’«

Außerdem sollte die Konfigurationsdatei für DOSBox (zu finden unter »/home/(username)/.dosbox/«, die von DBGL beim Start eingelesen wird, unter der Rubrik »[midi] folgende Zeilen enthalten:

mpu401=intelligent
mididevice=alsa
midiconfig=128:0

Zum Schluss muss der neue Midi-Syntesizer noch initialisiert werden, und zwar mit »systemctl –user start fluidsynth«.

Jetzt klappt es auch mit hervorragender General-Midi-Musik bei den alten DOS-Spielen unter Linux.

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