Linux: Wayland und LibreOffice

Ich schreibe meine Romane unter Arch Linux mit der Open-Source-Textverarbeitung »LibreOffice«. Nach dem Umstieg von X11 (eine grafische Bedienoberfläche) auf das neue Display-Server-Protokoll Wayland bekam ich es bei LibreOffice plötzlich mit langsamem, zögerlichem Scrollen zu tun. Diese Probleme lassen sich leicht mit dem Setzen der Umgebungsvariablen »QT_QPA_PLATFORM=xcb« lösen, die man dem Programm beim Starten mit auf den Weg gibt. Das sieht dann zum Beispiel so aus: »QT_QPA_PLATFORM=xcb libreoffice –writer« (Start aus einer Shell). Oder man verändert die »/usr/share/applications/libreoffice-*.desktop files« und fügt den Exec-Zeilen in ihnen »QT_QPA_PLATFORM=xcb« hinzu.

Vielleicht noch bequemer für den Aufruf der einzelnen Programmteile von LibreOffice: Unter KDE kann man mit einem Rechtsklick auf das KDE-Symbol in der Startleiste die Menüeinträge bearbeiten und den entsprechenden Startaufruf hinzufügen, wie im Bild zu sehen.

4 Kommentare zu “Linux: Wayland und LibreOffice

  1. Meinen Respekt! OSS Software, KDE Desktop und auch noch Arch Linux. Klar, die Lernkurve ist steil, dann aber wirklich stabil. Flexibler geht es gar nicht.
    Ich persönlich arbeite privat sowie beruflich seit über 35 jahren mit Linux, Debian für die Server, Arch Linux für das Laptop. Und wenn es denn mal unbedingt sein muss Windows in einer VM mit VirtualBox.
    So nebenbei: Ihre Bücher kaufe und lese ich ebenfalls regelmäßig, allerdings als eBook.

    Weiter so!

    1. Bei mir sind es jetzt etwa 20 Jahre mit Linux, vorher habe ich auch mit OS/2 Warp gearbeitet – damals ein tolles Betriebssystem mit echtem Multitasking. Hätte es sich gegen Windows durchgesetzt, wäre die Computerwelt heute eine andere. Das damalige StarOffice unter OS/2 habe ich sehr geschätzt – heute gibt es mit LibreOffice einen würdigen Nachfolger. Im vergangenen Jahr habe ich einige Monate lang parallel unter (Arch) Linux und Windows (10 und 11) gearbeitet, vor allem deshalb, um bei Windows auf dem Laufenden zu bleiben. Aber ich finde Windows viel zu klobig und fremdkontrolliert. Linux ist eleganter, schneller und leistungsfähiger. Und vor allem: Es gibt mir als Anwender voller Kontrolle über meine Arbeitsumgebung. Meine Romane entstehen weiterhin mit LibreOffice, nicht mit Word. 🙂

  2. Lotus123 war damals auch nicht so schlecht. Gute Software aus der was hätte werden können, wurde und wird oft vom Markt verdrängt. Die Frage ist auch – warum Firmen sich nicht trauen auf Linux sich mit ihren Produkten zu tummeln und das parallel zu Windows oder Mac? Wenn die Community es schafft, Linux an Windows so anzugleichen, daß nicht nur die neuesten Spiele laufen, sondern auch Software im allgemeinen, dann wäre wohl der große Knall im privaten wie im Firmenumfeld möglich.
    So lange das Cloud Konzept nicht die Welt verläßt, bleibt die Situation wie sie aktuell ist…

    1. Ich glaube, ein großer Teil dieser Angleichung ist längst erfolgt. Wie oben geschrieben: Ich arbeite seit etwa 20 Jahren mit Linux, und es gibt keine Programme – nicht ein einziges -, die mir unter diesem OS fehlen würden. Bei direkten Vergleichen mit Windows (Parallelinstallation) stelle ich fest: Die Arbeit mit Linux ist sogar komfortabler, von dem Mehr an Sicherheit ganz zu schweigen. Was die Cloud betrifft: Deren Server arbeiten ohnehin alle mit Linux, und ich weiß die Cloud zu schätzen, erlaubt sie mir doch Zugriff auf meine Dateien von jedem beliebigen Ort aus. 🙂

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